Am Sonntag durften wir euch wieder zum allwöchentlichen Ligaspiel begrüßen. Es war schon der 6. Spieltag, der ausgespielt wurde und diesmal wurde es richtig spannend an der Tabellenspitze. Die Kontrahenten der zwei Partien kamen alle aus der oberen Tabellenhälfte. Und auch von den Punkten her waren alle Teams so nah beieinander, dass jeder von ihnen den Spieltag als Erster in der Tabelle abschließen hätte können.

Hochschulsport Hannover  1:1  Lokomotive Mannheim

Mannheim startete das erste Spiel gleich mit einem Bluebuffsteal, aber Hannover konnte sich beide Krabben holen. Die ersten Kills fielen in der 7. Minute nach allen Teleports auf der Botlane. Auch wenn sie relativ gleich getraded hatten, konnte sich Mannheim den Drachen danach holen. Durch einen Invade und einem Play auf der Botlane konnte aber Hannover nach 12 Minuten einen ersten Vorsprung heraus arbeiten. Diesen bauten sie gleich drei Minuten später in einem Teamfight weiter aus. Mit Xayah und Karma hatten sie auch etwas frühere Powerspikes wie Vladimir und Varus. Aber sie fühlten sich daraufhin etwas zu sicher und versuchten gleichzeitig auf allen Lanes zu pushen und wurden dafür bestraft. Gerade weil warpon auf der Karma ein Full-AP Build ging, hatten sie immer wieder guten Poke um Mannheim von Objectives abzuhalten. Aber das Spiel verlangsamte sich etwas, was eher Mannheim mit Varus, Vladimir und auch Graves in die Karten spielte. Hannover hatte zwar noch einen Vorteil, aber ab der 30. Minute verliefen die Fights sehr ausgeglichen. Bis Lokomotive Mannheim 5 Minuten später
dann ihre gut koordinierten Teamfights gewannen und ihre Teamzusammenstellung im Lategame ausspielen konnten. So verlor Hannover das erste Spiel, obwohl sie bis zum letzten Push einen Goldlead inne hatten.

Im zweiten Game lief Mannheim mit einer ziemlich ähnlichen Lategame-Championkombination auf. Aber Hannover setzte jetzt mit Ryze, Kai’Sa und Irelia
auch auf mehr Lategame-Power. Die ersten 10 Minuten verliefen relativ ausgeglichen und obwohl Hannover vorerst mehr Pressure auf alle Lanes bringen konnte, holte sich Mannheim das Firstblood. In den darauf folgenden Minuten versuchten die Teams für den Firstblood-Tower zu rotieren, aber bis zur 15. Minute
konnte das jeweils andere Team immer schnell genug reagieren. Kurz darauf gaben zwar die Hannoveraner etwas übermütig Kills ab, im Gold waren
beide Teams aber lange Zeit auf Augenhöhe. Allerdings fiel es den Mannheimern diesmal sehr schwer gegen Ryze zurecht zukommen. Der Hannoveranische Midlaner warpon konnte, je mehr Zeit ins Land gegangen war, splitpushen wie er wollte und Lokomotive Mannheim musste immer wieder mehrere Spieler zu ihm verschieben. Dadurch kam der HSH zu einem Vorteil, vor allem weil sie dadurch auch viel mehr Türme pushen konnten. In ihrer Not versuchten die Mannheimer den Baron Nashor anzugehen, um Hannover nochmal zu einem Teamfight zu zwingen.
Sie konnten sich den Buff zwar sichern, aber sie tauschten ihn gegen einen Inhibitor. Direkt danach wurden sie auch noch im Jungle gecatched, wodurch der Buff wieder verloren ging. Hannover sicherte sich so das zweite Spiel und glich zum 1:1 aus.

KIT SC (Karlsruhe) 2:0 DCG Academy (Darmstadt)

Das MatchUp zwischen Karlsruhe und Darmstadt Academy war das Topspiel der Woche. Der Erste gegen den Zweiten. Aber auch wenn die ersten Minuten relativ ausgeglichen verliefen und der erste Killtrade in der 5. Minute auch noch 2:2 ausging, zeigte sich bis zur 10. Minute schon, dass Karlsruhe den Druck ausübte. Gerade IceFOX mit Irelia und Jinsh auf der Midlane konnten einen Killlead beziehungsweise einen Farmlead aufbauen. Diesen Vorteil münzte der KIT SC in immer mehr Kills für Irelia und in Türme um, wie zum Beispiel bei einem Dive in der 13. Minute auf der Botlane. Das Spiel hatten sie so ab einer Viertelstunde eigentlich schon in der Tasche. Darmstadt konnte sich aus der eisernen Umarmung nicht mehr befreien und sich keinen einzigen Tower sichern. Durch ein, zwei Kills bekamen sie zwar Gold durch die Shutdowns, was aber der Dominanz von Karlsruhe keinen Abbruch tat. Der KIT SC holte sich so relativ schnell das erste Spiel.

Karlsruhe fühlte sich gut, versuchte es im zweiten Game gleich mit einem lvl-1 Invade und fanden dabei auch schon die ersten Kills. Auf der Top- und Botlane konnte diesmal Darmstadt viel besser aufspielen. Im Carrymatchup auf der Toplane schaffte es Coinflip mit Jax die Irelia vorerst klein zu halten. Deshalb versuchte Irelia mehr aus ihrem Teleport zu machen und so holte sich der KIT SC den Höllendrachen in der 10. Minute. Als Ausgleich versuchte sich Darmstadt an dem Toplanetower. Karlsruhe konnte sie aber rechtzeitig unterbrechen , noch ein paar Kills mitnehmen und sich sogar ihrerseits das Tower-Firstblood sichern. Ab dem Moment suchte DCG Academy noch einige Fights, wahrscheinlich in dem Glauben einen Lead zu erhalten. Das ging aber voll nach hinten los, denn sie gaben häufig in Unterzahl Kills  und damit das Spiel ab. Dadurch, dass Darmstadt im Championdraft keinen wirklichen Tank gewählt hatte, war es für Jinsh auf der Syndra relativ einfach mit seiner Ulti ein Ziel zu finden. Zusätzlich hatte Karlsruhe mit Strikerthebest auf Dr. Mundo eine Frontline, die DCG Academy nicht mehr durchbrechen konnte. In der 23. Minute versuchte es Darmstadt nochmal den Baron zu contesten. Aber es blieb bei einem Versuch. Nach einem weiteren Ace beendete der KIT SC das Spiel und gewann dieses Bo2 deutlich.

Mit dem Unentschieden konnte sich keins der Teams von Hannover und Mannheim in der Tabelle weiter nach oben arbeiten. Allerdings hat sich Karlsruhe durch den Sieg gegen den zweiten Platz an der Tabellenspitze richtig festgebissen und sich gegenüber dem Verfolgerfeld absetzen können.